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Studie: Ferienimmobilien als Kapitalanlage

Eine repräsentative Umfrage zu Status und Zukunft eigener Ferienimmobilien von Deutschen im In- und Ausland 2015

ZENTRALE STUDIENERGEBNISSE IM ÜBERBLICK

  • Jeder Vierte möchte sich den Traum von der eigenen Ferienimmobilie erfüllen. Die Zahl deutscher Ferienimmobilien wird sich voraussichtlich bis 2017 verdoppeln.
  • Drei von vier Deutschen finden den Besitz einer Ferienimmobilie attraktiv; Selbstnutzung, Altersruhesitz, Kapitalanlage und Mieteinnahmen sind wichtige Kaufgründe.
  • Beliebteste Regionen für Ferienimmobilien sind Ostsee, Nordsee, Kanaren und Balearen; Immobilien am Wasser sind besonders geschätzt.
  • Vermieten ist für Eigentümer Top-Option – so sollen Fixkosten gedeckt, Leerstand vermieden, Finanzierungskosten gesenkt werden.
  • Ferienimmobilien in Resorts liegen im Trend. Clevere Refinanzierungsmodelle erhöhen den Kaufanreiz signifikant.

WER FERIENIMMOBILIEN BESITZT UND DEN KAUF PLANT

Jeder Zwanzigste hat eine, mehr als jeder Vierte möchte eine – der Traum von der eigenen Ferienimmobilie ist tief in den Köpfen der Deutschen verwurzelt. Das hat die Studie „Ferien immobilien als Kapitalanlage“ der Lindner Investment Management GmbH ergeben. Insgesamt besitzen derzeit 5,4 Prozent aller Deutschen eine Ferienimmobilie. Angesichts niedriger Zinsen, Steuersparchancen und der Bedeutung von Immobilien für die Altersvorsorge dürfte dieser Wert in den kommenden Jahren noch deutlich

 

zunehmen. Tatsächlich plant laut Studie mehr als jeder vierte Deutsche (26,6 Prozent) die Anschaffung einer Ferien immobilie. Und viele wollen sich diesen Wunsch offenbar recht schnell erfüllen. 6,8 Prozent der Befragten möchten bis Ende 2017 Grundbesitz an ihrem persönlichen Traumziel erwerben. Das würde bedeuten: Die Anzahl deutscher Ferienimmobilien verdoppelt sich voraussichtlich in den nächsten zwei Jahren.

01 | Besitzverhältnisse Immobilien der Deutschen*

  • Ein- oder Zweifamilienhaus Eigennutzung 27.9%
  • Vermietete Wohnimmobilien 10.6%
  • Eigentumswohnung Eigennutzung 8.6%
  • Sonstige Immobilien 4.0%
  • Ferienimmobilie 5.4%
  • Ferienimmobilie Eigennutzung 3.5%
  • Ferienimmobilie Vermietung 2.9%

02 | Kaufplanung Ferienimmobilien in Deutschland*

  • geplant in den nächsten 24 Monaten 6.8%
  • geplant in ferner Zukunft 19.8%
  • nicht geplant 73.4%

INTERESSE AN FERIENIMMOBILIEN IST HOCH

Eine Wohnung auf Ibiza, das Domizil an einem norddeutschen See, ein Ferienhaus im Wanderparadies: Viele Bürger hierzulande interessieren sich generell für Immobilienbesitz am Urlaubsort. Die Lindner-Studie bestätigt: Immerhin 71,7 Prozent der Deutschen finden die eigene Ferienimmobilie attraktiv. Wer einen konkreten Kaufwunsch hegt, möchte sich im „Eigenheim“ vor allem selbst erholen. So gaben 74 Prozent der Befragten als wesentlichen Grund für den Immobilienerwerb die Urlaubsnutzung an. 62,7 Prozent möchten ihr Feriendomizil auch als Ruhesitz und damit

als Altersvorsorge genießen. Finanzielle Aspekte wie „Kapitalanlage“ und „Mieteinnahmen“ werden mit 52,7 Prozent und 51,5 Prozent ebenso als wichtige Motivation für den Kauf genannt. Männer und Frauen planen jedoch unterschiedlich: Während Frauen ihre Feriendomizile lieber selbst bewohnen möchten (77,2 Prozent), schätzen Männer die Kaufgründe „Kapitalanlage“ und „Mieteinnahmen“ als bedeutender ein. Nur die Überlegung, später in die Immobilie ganz zu ziehen, wird mit 62 Prozent und 63,7 Prozent ähnlich bewertet.

03 | Attraktivität von Ferienimmobilien bei Deutschen*

  • Attraktiv 71.7%
  • Nicht attraktiv 28.3%

04 | Gründe für Erwerb einer Ferienimmobilie*

  • Urlaubsdomizil 74%
  • Altersruhesitz 62.7%
  • Kapitalanlage 52.7%
  • Mieteinnahmen 51.5%

WO DIE WUNSCHIMMOBILIE LIEGEN SOLL

An Nord- und Ostsee oder auf spanischen Inseln: Die Deutschen habe klare Vorstellungen davon, wo ihre Ferienimmobilie liegen soll und was ihnen in der Umgebung wichtig ist. Wer einen konkreten Kauf plant, würde am ehesten die deutschen Küstenregionen im Inland oder eine Immobilie auf Kanaren sowie Balearen im Ausland wählen. Drei von vier Befragten (57,8 Prozent) wünschen sich laut der Lindner-Studie zudem eine Strandlage, 17,6 Prozent möchten gerne ein Objekt an einem See oder an einem Fluss. Auf das Land zieht es nur 7,4 Prozent, in die Berge

lediglich 5,6 Prozent. Bei der Anreisedauer vom Heimatort ins Urlaubsparadies werden im Schnitt 3,5 Auto- oder zwei Flugstunden favorisiert. Unabhängig von der Lage schätzen die Deutschen das „persönliche Sicherheitsgefühl“ als wichtigstes Umfeldkriterium am Urlaubsort ein. Darüber hinaus stehen viel Natur, gute Einkaufsmöglichkeiten und die medizinische Versorgung hoch in der Gunst künftiger Besitzer von Ferienimmobilien.

05 | Bevorzugte Standorte*

06 | Gewünschte Kriterien in der näheren Umgebung*

Inland

Ostsee 82,4%
Nordsee 80,1%
Bodensee 74,8%
Mecklenburgische Seenplatte 61,0%
Allgäu 56,6%
Schwarzwald 55,4%
Oberbayern 52,5%

Ausland

Kanarische Inseln 68,9%
Baleare 68,4%
Italien 62,7%
Spanien Festland 61,5%
Frankreich 61,0%
Portugal 60,3%
Schweden 59,6%

Allgemein

Persönliches Sicherheitsgefühl 95,3%
Viel Natur 94,6%
Gute Einkaufsmöglichkeiten 92,6%
Strandnähe 92,4%
Medizinische Versorgung 92,4%
Gutes Verkehrsnetz 88,2%
Gute Wander- und Radfahrmöglichkeiten 86,8%

VERMIETEN IST EINE TOP-OPTION

Ein paar Wochen im Jahr den Urlaub dort genießen und den Rest der Zeit leer stehen lassen? Das können sich nur die wenigsten potenziellen Eigentümer von Ferienimmobilien vorstellen. Tatsächlich würden nur 7,4 Prozent der Kaufplaner, die für die Lindner-Studie interviewt wurden, ihr Objekt gar nicht anderen überlassen. Der Rest gibt an, sie würden das

Ferienobjekt gerne im Mittel 10,6 Wochen im Jahr selbst nutzen und 26,3 Wochen vermieten. Als Grund für die geplante Überlassung an Fremde oder Freunde gegen Entgelt nennen 96 Prozent der Befragten die „Deckung von Fixkosten“, gefolgt von „Leerstand vermeiden“ (91,3 Prozent), „Finanzierungskosten decken“ (89,9 Prozent) und „Gewinn erwirtschaften“ (86,8 Prozent).

13 | Gewünschte Nutzungsart (Mittelwerte in Wochen)*

  • Eigennutzung 10.6%
  • Vermietung 26.3%

14 | Gründe für Vermietung*

Allgemein

Fixkosten decken 96,0%
Leerstand vermeiden 91,3%
Finanzierungskosten decken 89,9%
Gewinn erwirtschaften 86,8%

FERIENIMMOBILIEN IN RESORTS LIEGEN IM TREND

Resorts, Club- oder Ferienanlagen am Mittelmeer oder hierzulande sind zunehmend beliebt. Das bestätigt die Lindner-Studie. So finden 62,5 Prozent der Kaufinteressenten entsprechende Angebote attraktiv. Fakt ist jedoch:  Viele Deutsche träumen zwar von einer schmucken Wohnung in einem Balearen-Resort oder vom netten Ferienhäuschen am Ostseestrand. Das verfügbare Eigenkapital reicht aber häufig nicht aus, den Plan auch umzusetzen. Clevere Finanzierungsvarianten können helfen, das Wunschobjekt schnell und einfach zu erwerben.

 

Ein Finanzierungsbeispiel ist das sogenannte Sale-und- Leaseback-Modell. Dabei wird die Ferienimmobilie gleich beim Kauf an den Betreiber der Anlage vermietet. Dieser kümmert sich dann um Instandhaltung sowie Weitervermietung der Immobilie und garantiert so Werterhalt und Mieteinnahmen. Solche Refinanzierungsmodelle sind attraktiv. Das findet zumindest die Mehrheit der Deutschen und der Kaufplaner. Hinzu kommt: Wer konkret sein Wunschobjekt erwerben möchte, bei dem stärken Finanzierungsmodelle den Kaufanreiz signifikant.

15 | Attraktivität von Ferienimmobilien in einem Resort*

  • Attraktiv 62.5%
  • Nicht attraktiv 37.5%

17 | Attraktivität von Refinanzierungsmodellen für Ferienimmobilien bei allen Deutschen*

  • Modell attraktiv 69.5%
  • Modell unattraktiv 30.5%

16 | Beeinflussung beim Kauf einer Ferienimmobilie durch Refinanzierungsmodelle bei deutschen Kaufplanern*

  • Kaufanreiz positiv verstärkt 80.1%
  • Kaufanreiz nicht verstärkt 19.9%

18 | Attraktivität von Refinanzierungsmodellen für Ferienimmobilien bei deutschen Kaufplanern*

  • Modell attraktiv 83.9%
  • Modell unattraktiv 17.0%

IMMOBILIEN ALS KAPITALANLAGE

Ein Vergleich von Vor- und Nachteilen

DAS EIGENHEIM

PRO: Mietersparnis und Altersvorsorge
Die Zinsen sind niedrig und die Mieten hoch. In dieser Situation kann es günstiger sein, eine Immobilie zu kaufen, als zu mieten. Die monatlich gesparte Miete kann verwendet werden, um Vermögen aufzubauen oder Kreditschulden zu tilgen. Sie zahlt sich automatisch im Alter aus: Wenn das Einkommen sinkt, ist das Wohnen mietfrei.

CONTRA: Wenig Flexibilität
Ein Nachteil selbst genutzter Wohnimmobilien ist die mangelnde Flexibilität: Wenn zum Beispiel ein Paar sich trennt oder die erwachsenen Kinder ausziehen, wird das Eigenheim leicht zur wirtschaftlichen und organisatorischen Strapaze. Befindet sich die Immobilie in einer weniger beliebten Wohngegend, ist sie unter Umständen schwer verkäuflich, während die finanzielle Belastung bleibt.

DIE VERMIETETE WOHNIMMOBILIE

PRO: Kapital sichern durch Mieteinnahmen
Wer sein Kapital in eine Immobilie investiert und diese vermietet, erhält im Idealfall regelmäßige Einnahmen. Vor allem bei einer kleinen Rente ist die Miete später ein wichtiger Teil des Einkommens. Entscheidend für die Wertsteigerung und Vermietbarkeit sind vor allem die Lage und der Schnitt der Immobilie. Besonders begehrt sind kleinere Eigentumswohnungen für Singles oder Paare in trendigen Vierteln. Beim Erwerb lassen sich Steuervorteile nutzen: Kreditzinsen, Abschreibungen auf das Gebäude und andere Aufwendungen fallen zum Beispiel unter die Werbungskosten.

CONTRA: Hoher Aufwand für Verwaltung
Attraktive Immobilien in begehrten Städten sind meist teuer. Außerdem bringt die Investition in eine weitervermietete Eigentumswohnung viel Aufwand mit sich. Dazu zählen die Instandhaltung ebenso wie eventuelle Auseinandersetzungen mit der Eigentümergemeinschaft oder die regelmäßige Suche nach neuen Mietern.

DIE FERIENIMMOBILIE

PRO: Steuervorteile nutzen
Wer die richtige steuerliche Konstruktion wählt, kann das Finanzamt an den Kosten einer Ferienimmobilie beteiligen und beispielsweise die in den Kaufpreis eingerechnete Umsatzsteuer als Vorsteuer vom Finanzamt zurückverlangen. Die Ferienimmobilie bringt zudem Mieteinnahmen und dient zeitweise als Urlaubsdomizil – das spart Geld.

CONTRA: Langfristige Kapitalbindung
Wie jede Immobilie bindet auch eine Ferienimmobilie Kapital. Wer sich zu diesem Investment entschließt, sollte sicher sein, dass er das Geld in den kommenden Jahren nicht anderweitig benötigt.

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